Der UBS-Konsumindikator ist im Februar aufgrund höherer Immatrikulationen von Neuwagen von einem niedrigen Niveau aus leicht gestiegen: um 0,08 auf 1,19 Punkte. Demgegenüber belastet die schlechte Stimmung der Detailhändler aufgrund der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum Franken, schreibt die Grossbank in ihrem Kommentar zu den Zahlen.

Im Februar stiegen die saisonbereinigten Immatrikulationen von Neuwagen um 13 Prozent gegenüber dem Vormonat. Aufgrund der schwachen Januar-Werte mit -20 Prozent beträgt das Minus in den ersten beiden Monaten zusammen immer noch 3 Prozent. Die seit Januar geltenden höheren CO2-Steuern beim Autokauf hätten die Nachfrage belastet. Viele Neuwagenkäufe seien im alten Jahr vorgezogen worden.

Steigende Arbeitslosigkeit befürchtet

Die Mehrheit der Detailhändler bewertet ihre Situation negativ. Die Beurteilung der Geschäftslage sank auf -4 von +4 Punkte. Als Grund sieht die UBS die Frankenaufwertung nach der Aufhebung der Euro-Untergrenze. In Reaktion hätten viele Detailhändler Rabattaktionen durchgeführt, um einem verstärkten Einkaufstourismus entgegenzusteuern.

Die Preissenkung würde zwar die Konsumentinnen und Konsumenten freuen, meinen die Ökonomen der Grossbank. Bei anhaltendem Preisdruck rechnen sie jedoch damit, dass dies Kostensenkungen, geringere Lohnerhöhungen und steigende Arbeitslosigkeit zur Folge haben werde.

Aus fünf Grössen berechnet

Der UBS-Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von rund drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Er wird aus fünf Grössen berechnet: den Immatrikulationen von neuen Personenwagen, der Geschäftslage im Detailhandel, den Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, dem Konsumentenstimmungsindex sowie der Kreditkartenumsätze, die über die UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden. Mit Ausnahme der Konsumentenstimmung sind diese Daten auf monatlicher Basis verfügbar.

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(awp/tno/ama)