Die Talfahrt der Schweizer Industrie ist im November praktisch zum Stillstand gekommen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg gegenüber dem Vormonat um 2,4 Punkte auf 48,5 Zähler. Damit verharrte der PMI nur noch leicht unter der 50-Punkte-Marke, die Wachstum von Schrumpfung trennt.

Die Produktion habe im November erstmals seit Juli wieder ihren Vormonatswert übertroffen, hiess es in der Mitteilung der Credit Suisse. Die Bank erhebt den Index zusammen mit dem Einkäuferverband.

Zudem habe sich der Abbau der Einkaufs- und der Verkaufslager beschleunigt. Dies könnte gemäss den Experten ein Indiz dafür sein, dass die Unternehmen von einer höheren Nachfrage überrascht wurden. Teile der Nachfrage seien wohl aus Lagerbeständen befriedigt werden. Dies lasse in den kommenden Monaten Produktionssteigerungen erwarten.

Die Verbesserung in der Produktion und die Entspannung im Auftragsbestand haben sich aber noch nicht in einer höheren Kapazitätsauslastung oder im Personalbestand niedergeschlagen.

Noch nicht auf nachhaltigem Wachstumspfad

In einem Kommentar stellte die VP Bank eine leichte Stimmungsaufhellung fest. Ein genauerer Blick auf die Wachstumskomponenten offenbare, dass sich die Schweizer Wirtschaft noch nicht wieder auf einem nachhaltigen Wachstumspfad befinde. Die Konsumenten seien verunsichert.

Die allmähliche Stabilisierung der Vorlaufindikatoren in der Eurozone sei jedoch ein erster Schritt, dass sich die Stimmung in der Schweiz in den kommenden Monaten weiter aufhelle. Die realwirtschaftlichen Anpassungen in der Eurozone hätten jedoch erst begonnen, wichtige Nachfrageimpulse aus dem Ausland dürften somit vorerst weiter auf sich warten lassen.

(tno/aho/sda)