Die stetig wachsende Zahl älterer Menschen stellt die sozialmedizinischen Institutionen der Schweiz vor Herausforderungen. Diese können nämlich mit dem Wachstum ihrer Patientengruppe nicht mithalten.

Im Jahr 2011 verfügten die sozialmedizinischen Institutionen über 91'311 Plätze. Zu diesen Institutionen gehören Altersheime, Pflegeheime, Institutionen für Behinderte und Suchtkranke und Betriebe für die Behandlung von Personen mit psychosozialen Problemen.

Dies sind zwar insgesamt 1195 Plätze mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Verhältnis zur betroffenen Bevölkerungsgruppe sind es aber weniger: Während im Jahr 2010 in den Institutionen 67,8 Plätze pro 1000 Einwohner ab 65 Jahren zur Verfügung standen, waren es 2011 noch 66,9 Plätze.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr 134'445 Personen in einer sozialmedizinischen Institution untergebracht. 57 Prozent davon waren 85 Jahre alt und älter. 70 Prozent der Patienten waren Frauen. Im Laufe des Jahres starben 25'193 Personen in einer sozialmedizinischen Institution.

Die Heime und Einrichtungen beschäftigten per Ende 2011 115'407 Personen, die zusammen insgesamt 80'350 Vollzeitstellen besetzten. Davon waren zwei Drittel mit der Pflege und Alltagsgestaltung der Patienten beschäftigt. Pro Beherbergungsplatz machte dies im Durchschnitt 0,6 Pflegepersonalstellen. 84 Prozent aller Angestellten waren Frauen.

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(rcv/chb/sda)