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Mehr arbeitslose Jugendliche in der Schweiz

Gespräch im Arbeitsvermittlungszentrum: Die Jugendarbeitslosigkeit ist gestiegen (Bild: Keystone)

Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 2,8 Prozent. Bei den 15- bis 24-Jährigen waren dagegen rund 19 Prozent mehr Personen arbeitslos registriert als noch im Vormonat.

Veröffentlicht am 08.09.2011

Im vergangenen Monat waren in der Schweiz insgesamt 111'687 Menschen als arbeitslos registriert, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte. Damit blieb die Quote zwar im dritten Monat in Folge bei 2,8 Prozent und damit auf dem tiefsten Wert seit Beginn der Finanzkrise 2008.

Zwar kam es erstmals wieder zu einem leichten Anstieg: Im August waren 2487 Menschen mehr als arbeitslos gemeldet als im Juli. Saisonbereinigt nahm die Zahl der Arbeitslosen jedoch noch immer um rund 500 Personen ab. Im Vergleich zum Vorjahr sind  31'200 Personen oder 21,8 Prozent weniger arbeitslos.

Angestiegen ist auf den Stichtag zu Beginn des neuen Schuljahres Ende August die Jugendarbeitslosigkeit: Die Quote kletterte von 2,7 auf 3,3 Prozent. In der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen waren 18'076 Personen als arbeitslos registriert. Das sind 2926 Personen oder 19,3 Prozent mehr als im Vormonat.

Zugenommen hat auch die Zahl der Stellensuchenden. Insgesamt waren 164'070 Stellensuchende registriert. Das sind 1540 oder 0,9 Prozent mehr als im Juli. Bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren mit 18'584 etwas weniger offene Stellen registriert als im Vormonat (-571). Das entspricht einem Rückgang von 3 Prozent.

Seco rechnet mit Anstieg im Herbst

Glaubt man aber der Einschätzung des Seco, ist es mit dem 18 Monate währenden kontinuierlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit vorbei. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit sei zu einem Stillstand gekommen, sagte Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit beim Seco.

Das Seco geht deshalb wie schon im Vormonat davon aus, dass die Arbeitslosigkeit im Herbst wieder zunehmen dürfte. Grund dafür ist die starke Überbewertung des Frankens, die zu einer Konjunkturabschwächung führen dürfte. Im Jahresdurchschnitt rechnet das Seco mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent. Mitte September aktualisiert es aber seine Prognose.

Die Situation bei den Jugendlichen ist laut Seco nicht alarmierend. «Der Arbeitsmarkt hat die Jugendlichen wiederum sehr gut aufgenommen», sagte Gaillard. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen bei 4,5 Prozent

(tno/laf/sda)

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