1. Home
  2. Konjunktur
  3. Mehr Auswanderungen und Geburten in der Schweiz

Demografie
Mehr Auswanderungen und Geburten in der Schweiz

Neugeborenes in Zürich: Schweizer Bevölkerung wächst. Keystone

2016 stieg die Zahl der Bewohner der Schweiz um über 90'000 Personen auf 8,42 Millionen. Eine hohe Zahl von Auswanderungen stand dabei einem starken Geburtenüberschuss gegenüber.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Eine rekordhohe Zahl von Auswanderungen und ein starker Geburtenüberschuss haben im letzten Jahr die Bevölkerungsentwicklung der Schweiz geprägt. Das Total der Einwohner stieg um 92'400 Personen auf 8,42 Millionen.

Sämtliche Kantone verzeichneten 2016 eine Bevölkerungszunahme. Insgesamt wuchs die Schweiz mit 1,1 Prozent im Rhythmus der Vorjahre, wie die am Mittwoch veröffentlichten definitiven Daten bestätigen. Die provisorischen Zahlen hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) bereits im April publiziert.

Die ausländische Wohnbevölkerung nahm im vergangenen Jahr mit 2,6 Prozent deutlich kräftiger zu als die schweizerische, die um 0,6 Prozent zulegte. Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer erreichte zum Jahresende mit 2,1 Millionen Personen 25 Prozent.

Wanderungssaldo tiefer

Auch letztes Jahr war die Migration nebst dem Geburtenüberschuss der wichtigste Wachstumsfaktor. 191'700 Personen wanderten ein oder wechselten von der nichtständigen in die ständige Wohnbevölkerung, was einem Plus von 1,7 Prozent entspricht. Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Auswanderungen auf einen neuen Höchststand von knapp 120'700.

Der internationale Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Ein- und Auswanderung, lag darum mit rund 71'000 Personen um 1,2 Prozent tiefer als 2015. Dieser rückläufige Trend ist nach den Angaben des BFS seit 2013 festzustellen. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist der Wanderungssaldo seit vielen Jahren negativ, es wandern also mehr Schweizer Staatsangehörige aus als ein.

Höherer Geburtenüberschuss

Der Geburtenüberschuss, das heisst die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, trug letztes Jahr mit 22'900 Personen zum Bevölkerungsanstieg bei. Er war damit um über ein Fünftel höher als 2015. Einzig im Jura, in Uri und im Tessin wurden mehr Sterbefälle als Geburten registriert.

Die Zahl der Einbürgerungen erhöhte sich 2016 nach einer sprunghaften Zunahme im vorangehenden Jahr (+24 Prozent) noch um gut 6 Prozent. Total erhielten 42'900 Ausländerinnen und Ausländer die schweizerische Staatsbürgerschaft, so viele wie nie mehr seit 2009.

(sda/gku/mbü)
 

Anzeige