Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz hat sich im August 2014 gegenüber dem Vormonat etwas erhöht. Ende August waren laut Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Montag 128'434 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren eingeschrieben - 1'380 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,1 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent, der saisonbereinigte Wert stagnierte bei 3,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 1,2 Prozent ab.

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Die Zahlen fielen innerhalb der Erwartungen aus. Von AWP befragte Ökonomen hatten für den Berichtsmonat 3,0 Prozent und für die saisonbereinigte Ziffer eine Spanne von 3,1 Prozent bis 3,2 Prozent geschätzt.

Jugendarbeitslosigkeit steigt

Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) stieg im Berichtsmonat zum Vorjahr um 16 Prozent auf 19'316, im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies allerdings einem Rückgang um 4,4 Prozent.

Mit 2,6 Prozent praktisch unverändert blieb die Arbeitslosenquote der über 50-Jährigen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen nahm derweil im Vergleich zum Juli um 1,0 Prozent ab, gegenüber dem Vorjahr resultierte ein Anstieg um 4,8 Prozent.

Knapp ein Fünftel länger als ein Jahr arbeitslos

Insgesamt zeigte sich Boris Zürcher, Leiter Direktion für Arbeit des Staatssekretariats für Wirstchaft (Seco), jedoch zufrieden mit den Zahlen: Der Anteil derjenigen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, betrage mit 17 Prozent weniger als ein Fünftel. 2010 habe der Anteil etwa noch bei 23 Prozent gelegen.

Laut Seco finden 58 Prozent innerhalb von sechs Monaten eine neue Stelle. Die rege Bewegung auf dem Arbeitsmarkt weist laut Zürcher auf dessen guten Zustand hin: 27'695 Zugängen an Arbeitslosen im August stehen 26'315 Abgängen gegenüber.

Mehr Kurzarbeit

Im Juni 2014 waren ausserdem 1'604 Personen von Kurzarbeit betroffen und damit 21 Prozent weniger als im Vormonat. Die Anzahl der betroffenen Betriebe verringerte sich um 22 auf 181 Einheiten. Die ausgefallenen Arbeitsstunden nahmen um 11 Prozent auf 100'573 ab, in der entsprechenden Vorjahresperiode (Juni 2013) waren noch 271'796 Ausfallstunden registriert worden, verteilt auf 540 Betriebe.

Ferner kam es im Juni gemäss vorläufigen Angaben zu 2'993 Aussteuerungen von Personen, welche ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung im Verlauf des Monats ausgeschöpft hatten.

(awp/sda/ise/me)