Mit dem Ende der Feriensaison steigt die Arbeitslosigkeit in Spanien merklich. Im Oktober hatten 4,18 Millionen Frauen und Männer keinen Job - gut 82'000 oder zwei Prozent mehr als im Vormonat, wie die Regierung am Dienstag in Madrid mitteilte.

In den Sommermonaten arbeiten viele Saisonkräfte in der Tourismusindustrie, vor allem in Hotels und Restaurants. Mit dem Ende der Hauptsaison verlieren sie ihre Jobs.

Tourismus als Stütze

Die spanische Wirtschaft wächst derzeit so schnell wie in kaum einem anderen Industrieland. Im Sommerquartal legte das Bruttoinlandprodukt um 0,8 Prozent zu. Als Stütze erwies sich der Tourismus, der etwa elf Prozent der Wirtschaftsleistung ausmacht. Im Sommer wurde ein Rekord bei den Feriengästen gemeldet.

Trotz der guten Konjunktur gilt die Wiederwahl von Ministerpräsident Mariano Rajoy am 20. Dezember keineswegs als sicher. Ein Grund dafür ist, dass der Aufschwung bei vielen Spaniern nicht ankommt. Die Arbeitslosenquote ist mit 21,2 Prozent noch immer die zweithöchste in Europa nach Griechenland.

(sda/me)