Die Schweizer Hoteliers haben 2014 mehr Gäste empfangen können. Die Zahl der Übernachtungen nahm um 0,9 Prozent auf 35,9 Millionen zu. Bei den Schweizer Gästen wurde zum ersten Mal seit Anfang der 1990er-Jahre die Schwelle von 16 Millionen Übernachtungen erreicht.

Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 0,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Ebenfalls um 0,9 Prozent zugelegt haben aber auch die Übernachtungen von Ausländerinnen und Ausländern, die insgesamt 19,9 Millionen Logiernächte buchten. Mehr Touristen sind dabei aus Asien gekommen (+9,9 Prozent). Bei den europäische Gäste dagegen verzeichneten die Hotels einen Rückgang (-1,9 Prozent).

Kampagne innerhalb der Schweiz

Schweiz Tourismus will der starken Aufwertung des Frankens mit einer Kampagne begegnen, die sich vor allem an die inländischen Gäste richtet. Das gab Schweiz Tourismus am Montag an ihrer Jahresmedienkonferenz in Zürich bekannt.

Die Kampagne soll der Stabilisierung des wichtigen Heimmarktes dienen und rund 3,9 Millionen Franken kosten. Einen Auftritt innerhalb der Kampagne erhält auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann, der für den Schweizer Tourismus schwärmen wird, wie die Branchenorganisation in ihrer Mitteilung schreibt.

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Das ist eine interesannte Wahl: Obwohl Schneider-Ammann seit 2010 im Amt ist, kennen ihn vergleichsweise wenige Schweizer. Das ergab eine gewichtete Online-Umfrage in der vergangenen Woche. Darüber hinaus ist er recht unbeliebt – nur jeder fünfte Schweizer würde ihn direkt in den Bundesrat wählen. Das ist der schlechteste Wert bei allen Bundesräten.


Verstärken will Schweiz Tourismus jedoch auch die Werbung in weniger preissensiblen Märkten in Europa. Das sind vor allem die nordischen Länder. Angesprochen werden sollen aber auch gut verdienende Touristen in den baltischen Staaten, im Balkan und in der Türkei. Dies geschieht laut Mitteilung unter anderem in Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Swiss, die diese urbanen Zentren neu mit Direktflügen bedient.

In den Märkten in den USA, Indien, Südostasien oder China werden die geplanten Massnahmen weiter verfolgt und beschleunigt, schreibt Schweiz Tourismus.

(sda/me)