Bei der Lohnzufriedenheit der Schweizerinnen und Schweizer gibt es Unterschiede zwischen den Regionen und Generationen, nicht aber bei den Geschlechtern. So lautet das Fazit einer Studie von Kelly Global Workforce Index, die sich mit Veränderungen am Arbeitsplatz beschäftigt.

Weiter kommt die Studie zum Schluss, dass das Gros der hiesigen Arbeitnehmer variablen Lohnanteilen eher skeptisch gegenübersteht, sich bei den Überstunden aber leistungsgerechtere und flexiblere Lösungen wünscht. 

38 Prozent halten ihr Gehalt für angemessen, was dem internationalen Durchschnitt entspricht, hält die veröffentlichte Studie weiter fest. Innerhalb der Schweiz habe sich gezeigt, dass die Arbeitnehmer in der Deutschschweiz durchschnittlich zufriedener sind als im Welschland - 42 Prozent zufriedenen Deutschschweizern stehen 34 Prozent der welschen Kollege gegenüber.

Zufriedenheit von Generation abhängig

Bezogen auf die Generationen habe ausserdem die Zufriedenheit über die Zeit abgenommen hat. Während bei den Babyboomern noch 43 Prozent zufrieden waren, sind es in den Generationen X und Y nur noch 38 bzw. 35 Prozent. Keine grossen Unterschiede haben sich indes bei den Geschlechtern gezeigt. 

Im internationalen Vergleich weniger überzeugt sind die Schweizer laut der Studie von Modellen mit variablen Lohnanteilen. Während global gesehen fast die Hälfte aller Befragten der Meinung sind, dass Boni ein wirksamer Anreiz zur Steigerung der Arbeitsleistung sind, teilen in der Schweiz bloss 27 Prozent diese Meinung, wenn auch die Akzeptanz bei den jüngeren Arbeitnehmer leicht höher ist. Mit Blick auf die Regionen ist der Anteil in der Romandie etwas höher. 

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Kleine regionale Unterschiede

Zunehmend mehr Skepsis gibt es gegenüber bezahlten Überstunden als Standardentgelt für Mehrarbeit. Jeder Zweite von Kelly befragte möchte lieber nach Arbeitsergebnis als nach geleisteten (Über-)stunden bezahlt werden, nur jeder Dritte bevorzugte Überstunden. Auffällig sei hierbei gewesen, dass Frauen noch eher das Überstunden-Modell akzeptierten als Männer.

Regional war der Unterschied geringer, wobei die Romands noch eher für Überstunden votierten. Insgesamt beliebter gewesen seien leistungsorientierte Lösungen, an eine unbegrenzte Steigerungsfähigkeit ihrer Leistung hätten aber auch hier die wenigsten geglaubt, so Kelly.

(muv/awp)