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Markt
Nur noch in fünf Bezirken droht die Immobilienblase

Bülach im Kanton Zürich: Hier droht noch immer eine Immobilienblase.   Keystone

Die Lage am Schweizer Immobilienmarkt pegelt sich ein, zeigt eine Studie von Comparis und der ETH Zürich. In wenigen Gebieten besteht nach wie vor die Gefahr einer Überhitzung.

Veröffentlicht am 27.08.2014

Im Schweizer Immobilienmarkt ist es zu einer Entspannung gekommen: Laut einer heute Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung von Comparis und der ETH Zürich bestünden nur noch in fünf Bezirken Anzeichen einer Immobilienblase. In Pfäffikon (ZH), Hochdorf, See-Gaster, Locarno und Bülach besteht demnach weiterhin die Gefahr einer Überhitzung. Erstmals seit Anfang 2013 sei aber kein einziger Bereich als wirklich kritisch einzustufen. Damit habe sich der Markt abgekühlt, heisst es im Immobilienreport der beiden Absender.

Starke Anzeichen einer Blasengefahr gebe es nirgendwo mehr. Anfang 2013 habe es noch elf kritische Bezirke gegeben. Trotz verschwundener Blasengefahr, habe aber mancherorten ein enormer Preisschub stattgefunden, zum Beispiel in Entremont, Imboden oder March, heisst es weiter.

«Langsam Luft abgelassen»

Insgesamt sei es aber zu einer Beruhigung des hiesigen Marktes gekommen. »Wir beobachten eine Abkühlung auf dem Schweizer Immobilienmarkt«, lässt sich Studienleiter Didier Sornette, Professor für Entrepreneurial Risks an der ETH Zürich, in der Mitteilung zitieren. Sornette und sein Team stützten sich in ihrer Analyse auf Angebotspreise von über einer Million Häuser und Wohnungen, die seit 2005 auf comparis.ch veröffentlicht wurden.

«Wie aufgrund des politisch-wirtschaftlich stabilen Rahmens in der Schweiz zu erwarten war, kam es trotz der angespannten Situation zu keinem Immobilien-Crash. Die Entwicklung bestätigt: Blasen platzen in der Schweiz in Anbetracht der besagten Stabilität nicht plötzlich, sondern sie lassen langsam Luft ab», wird Sornette weiter zitiert.

(sda/me/ama)

 

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