Wie aus einer Studie des WWF (World Wide Fund For Nature) Schweiz hervorgeht, hat die Oeko-Wirtschaft hierzulande in den letzten zehn Jahren jährlich um 6,3 Prozent zugelegt.  Dies belege die Dynamik dieses Marktes, wuchs doch die Gesamtwirtschaft jährlich nur um 2,9 Prozent.

Gemäss WWF arbeiten rund 116'000 Personen in der Umweltwirtschaft, die einen Umsatz von 29 Milliarden Franken generiert.

Einzelne Umweltmärkte haben sich besonders erfolgreich entwickelt, darunter der ökologische Bausektor (+43 Prozent) und die nachhaltigen Finanzanlagen (+31 Prozent). Stark zugelegt haben auch die ökologische Energiewirtschaft (+13 Prozent) sowie die biologische Nahrungsmittelindustrie (+6 Prozent). Nur leicht gewachsen ist dagegen die nachhaltige Mobilität (+3 Prozent).

In die Studie nicht einbezogen wurde der industrielle Cleantech-Bereich. Ergänze man die Ergebnisse mit den Zahlen der Cleantech-Erhebung des Bundes, so erwirtschafteten 2009 im Umweltbereich 260'000 Beschäftigte einen Umsatz von 49 Milliarden Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Damit seien 6,2 Prozent aller Beschäftigten in Umweltmärkten tätig.

Weiterer Wachstumsschub erwartet

In den kommenden Jahren sei mit einem weiteren Wachstumsschub zu rechnen. So sei davon auszugehen, dass bis 2020 74'000 neue Jobs entstehen und in der gesamten Umweltwirtschaft inklusive Cleantech dann 334'000 Personen tätig sein werden. Der Umsatz der Umweltmärkte würde demnach auf 87 Milliarden Franken steigen.

In der vom WWF in Auftrag gegebenen Studie «Umweltmärkte in der Schweiz - Perspektiven für Wirtschaft und Beschäftigung» wurde zwischen klassischen Umweltschutzaktivitäten und ökologischen Wirtschaftszweigen unterschieden. Bei der Studie handelt es sich um die Aktualisierung und Erweiterung einer WWF-Untersuchung zur Umweltwirtschaft aus dem Jahr 2005.

(cms/tno/sda)

 

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