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Ausfuhren
Pharma-Exporte brechen drastisch ein

Rückgang in der Pharmabranche: Der starke Franken belastet. Keystone

Die Handelsbilanz im April ist positiv. Dennoch zeigt sich auf breiter Front eine Exportschwäche. In der umsatzstärksten Branche, der Pharmaindustrie, sind die Ausfuhren drastisch zurückgegangen.

Veröffentlicht am 28.05.2015

Der Schweizer Aussenhandel hat sich im April auf breiter Front abgeschwächt. Sowohl die Exporte (- 5 Prozent) als auch die Importe (- 8 Prozent) waren rückläufig. Drei Viertel der Exportbranchen wiesen gesunkene Umsätze auf.

Aufgrund des starken Frankens sanken die Preise der Import- und Exportwaren merklich, wie die Eidgenössische Zollverwaltung und das Eidgenössische Finanzdepartement am Donnerstag mitteilten. In der Handelsbilanz resultierte ein Überschuss von 2,9 Milliarden Franken.

Einbruch um 13 Prozent

Für einmal wies die umsatzstärkste Branche, die chemisch-pharmazeutische Industrie , den stärksten Exportrückgang aus. Sie exportierte 13 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist. Zweistellig fiel auch der Exportrückgang bei der Kunststoff-Industrie aus. Die zweitgrösste Branche, die Maschinen- und Elektronikindustrie, exportierte 2 Prozent weniger.

Bei den Uhrenexporten zeigte sich dagegen kaum Bewegung:  Sie haben sich mehr oder weniger auf dem Vorjahresniveau bewegt. Dabei sind die Ausfuhren von Uhren nach Hongkong, dem wichtigsten Markt für die Branche, deutlich zurückgegangen (-30 Prozent) wogegen sich China stark erholt hat (+49 Prozent).

Uhrenexporte entwickeln sich positiv

Nominal gingen die Uhrenausfuhren im April zwar leicht um 0,8 Prozent auf 1,83 Milliarden Franken zurück, real nahmen sie dagegen um 1,1 Prozent zu, wie den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) und des Schweizerischen Uhrenverbands (FH) zu entnehmen ist. Nach vier Monaten bleiben die Exportdaten für die Schweizer Uhrenindustrie damit weiterhin im positiven Bereich. In den Monaten Januar bis April sind sie nominal um 2,1 Prozent auf 6,94 Milliarden Franken gewachsen. Real beläuft sich das Plus auf 3,6 Prozent.

(sda/me/ama)

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