Der UBS-Konsumindikator ist im November 2011 um 0,09 Punkte auf 0,81 Punkte gefallen. Damit habe er seinen Anstieg vom Vormonat wieder preisgegeben, teilte die Grossbank UBS mit.

Wie schon in den Vormonaten profitiert der Konsumindikator vom starken Wachstum der Neuimmatrikulationen von Personenwagen (November: +13,9 Prozent zum Vorjahr), während sich die anderen Sub-Indikatoren, auf welchen die Berechnung des Konsumindikators beruht, auf Rezessionsniveau bewegen.

Der UBS-Konsumindikator ist derart konstruiert, dass von seinem Indexstand direkt auf die Wachstumsrate des inflationsbereinigten Privatkonsums geschlossen werden kann. Der aktuelle Indexstand deutet auf ein Wachstum des Privatkonsums von 0,8 Prozent hin - die aktuelle UBS-Prognose für das Wachstum des Privatkonsums für das Jahr 2012 liegt mit 1,1 Prozent jedoch leicht darüber.

Der Grund für diese Divergenz könnte darin liegen, dass der Konsumindikator teilweise die pessimistische Perspektive des Detailhandels widerspiegelt, so die Experten. Der Detailhandel leidet stark unter den fallenden Preise und somit fallenden Erlösen sowie unter dem Einkaufstourismus. Die Konsumentinnen und Konsumenten jedoch profitieren von diesen fallenden Preisen, weil dadurch ihre Kaufkraft steigt. UBS ist daher der Meinung, dass der Privatkonsum auch im Jahr 2012 eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft darstellt und über ein Prozent wachsen wird.

(rcv/vst/awp)

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