Wegen des nassen Wetters wird die Getreideernte dieses Jahr geringer ausfallen als im Vorjahr. Swiss Granum schätzt, dass 1,4 Prozent weniger Brotgetreide und 2,2 Prozent weniger Futtergetreide geerntet werden können, wie die Branchenorganisation mitteilte.

Die Saatbedingungen seien schlecht gewesen, sagte Stephan Scheuner, Direktor von Swiss Granum, auf Anfrage. «Sowohl im Herbst als auch im Frühling hat es sehr viel geregnet. Deshalb konnte teilweise nicht ausgesät werden.»

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Daneben spielten aber auch politische Rahmenbedingungen eine Rolle. Der Anbau von Futtergetreide sei wirtschaftlich gesehen nicht rentabel, sagte Scheuner. Die Futtergetreidefläche sei deshalb in den letzten Jahren gesunken, der Selbstversorgungsgrad liege aus diesem Grund heute unter 50 Prozent.

Keine Sorge um Raps und Sojabohnen

Nicht betroffen vom Ernterückgang sind den Schätzungen zufolge die Eiweisspflanzen sowie die Ölsaaten. Bei den Eiweisserbsen und somit auch bei den Eiweissträgern insgesamt rechnet Swiss Granum mit einem um drei Prozent höheren Ernteertrag als im Vorjahr.

Bei den Ölsaaten, zu denen insbesondere Raps, Sonnenblumen, Sojabohnen zählen, erwartet Swiss Granum eine ähnlich grosse Ernte wie im Vorjahr.

(tno/sda)