Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im April weiter gesunken. Lag sie Ende März noch bei 3,2 Prozent, betrug sie Ende April noch 3,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen reduzierte sich im Laufe des Monats um 3234 auf 123'158.

Im Vergleich zum April 2011 waren 290 Personen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenzahl ist damit innert Jahresfrist um 0,2 Prozent gesunken, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.

Deutlich zurück ging im Laufe des Monats April auch die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen, und zwar um 781 auf 16'669. Mit 3,0 Prozent lag die Arbeitslosenquote der 15- bis 24-Jährigen sogar tiefer als jene der Gesamtbevölkerung.

Auch die Zahl der Stellensuchenden lag Ende April tiefer als ein Monat zuvor. Sie ging um 4770 auf 176'142 zurück. Die Zahl der bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten offenen Stellen erhöhte sich um 444 auf 18'306.

Saisonale Effekte - aber weniger ausgeprägt

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April ist ausschliesslich auf saisonale Effekte zurückzuführen. Wie Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit beim Seco, erklärte, war der Rückgang angesichts der schwächeren Konjunktur aber weniger ausgeprägt als in anderen Jahren.

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Obwohl die Konjunkturaussichten derzeit allgemein wieder etwas optimistischer gesehen werden als noch vor einigen Monaten, rechnet das Seco fürs laufende Jahr weiterhin mit einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit. Da der Arbeitsmarkt erst verzögert auf den Konjunkturverlauf reagiere, müsse mit einer Stabilisierung der Beschäftigung und in Folge dessen einer leichten kontinuierlichen Zunahme der Arbeitslosigkeit gerechnet werden, so Gaillard.

Die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche - die Jugendarbeitslosigkeit lag im April tiefer als die Gesamtarbeitslosigkeit - begründet Gaillard einerseits mit der starken Erholung der Wirtschaft nach der Finanzkrise, andererseits mit der Demographie und dem schweizerischen Berufsbildungssystem.

(vst/laf/sda)