SBB Cargo will einen neuen Containerterminal beim Basler Rheinhafen bauen. Eine Studie schlägt zuerst den Bau eines Schiene-Strasse-Terminals für 40 Millionen Franken vor. Erst später soll die Anlage für den Schiffsumschlag gebaut werden, wie SBB und Rheinhäfen mitteilen.

Der Basler Container-Hafen-Terminal sei als «trimodale Drehscheibe für maritime Container» nötig: Zusammen mit dem Terminal Limmattal bei Dietikon reagiere die Schweiz so auf die Wachstums- und Verlagerungsstrategie der Seehäfen Rotterdam und Antwerpen, die mehr Waren von der Strasse auf Schiene und Binnenschiffe verlegen wollten.

Laut dem gemeinsamen Communiqué der Schweizerischen Rheinhäfen und SBB Cargo könnten diese zusätzlichen Import- und Transit-Verkehre «nur mit dem Terminal Basel Nord bewältigt werden». Wegen Zeitdrucks sei der Umschlag Schiene-Strasse und Schiene-Schiene vorzuziehen. Das decke rund 20 Prozent der angestrebten Kapazitäten ab.

Bundessubventionen erwartet

Die Investitionen für dieses «Basisterminal» beliefen sich auf rund 35 bis 40 Millionen Franken. Dafür werden Bundessubventionen erwartet; Gesuchstellerin wird SBB Cargo sein. Nun ist die Studie beim Kanton Basel-Stadt und beim Bundesamt für Verkehr (BAV) in Prüfung. Innert Jahresfrist soll die Plangenehmigung öffentlich aufgelegt werden.

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Aufwändiger und teurer wird dann das erforderliche neue Rheinhafen-Becken: Zwischen dem bestehenden Hafenbecken zwei und dem künftigen Terminal liegt nicht nur ein Bahndamm mit Geleisen, sondern steht auch auf Säulen die Nord-Süd-Autobahn A2. Zum dritten Becken nennt das Communiqué weder Kosten noch Zeithorizont.

(laf/tno/sda)