Die Deutschschweizer sind von allen Europäern am zweitwenigsten verschuldet: Nur gerade 15,4 Prozent haben einen laufenden Kredit. Einzig die Holländer stehen mit 15,2 Prozent noch etwas besser da. Am stärksten verschuldet sind die Isländer.

Übers ganze Land gesehen lebt rund ein Fünftel der Schweizer Wohnbevölkerung - 18,2 Prozent - mit laufenden Krediten. Dies teilte das Bundesamt für Statistik am Dienstag mit. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2008.

Während von den Deutschschweizerinnen und -schweizern lediglich 15,4 Prozent verschuldet sind, haben in der Romandie und im Tessin rund 25 Prozent einen Kredit aufgenommen.

Damit sind die Deutschschweizer europaweit beinahe Spitzenreiter. Einzig die Holländer laufen ihnen mit 15,2 Prozent den Rang ab. Dahinter rangieren Malta und Italien, gefolgt von der Gesamtschweiz.

Europaweit leben durchschnittlich 28,2 Prozent der Bevölkerung mit einem Kredit. Am stärksten verschuldet sind die Isländer mit über 70 Prozent und die Luxemburger. Dahinter folgen Zypern und Frankreich, wo über 40 Prozent der Bevölkerung auf Pump leben.

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Leasing besonders beliebt

Bei den erfassten Krediten handelt es sich um mindestens einen Konsumkredit oder ein Konsumdarlehen, eine Hypothek für einen Zweitwohnsitz oder eine Verbindlichkeit im Zusammenhang mit dem Schritt in die Selbständigkeit. Nicht berücksichtigt sind die Hypotheken für den Hauptwohnsitz.

Bei Schweizerinnen und Schweizern besonders beliebt sind Kredite in Form von Fahrzeugleasings. Ebenfalls verbreitet sind Kredite für Möbel und Haushaltsapparate wie Tiefkühlschränke, Fernseher und Computer.

Am häufigsten nehmen unter 50-Jährige, Familien mit Kindern und Ausländer Kredite oder Darlehen auf. Laut BFS fällt auf, dass Personen mit den höchsten und den tiefsten Einkommen etwa gleich häufig Kredite aufnehmen, während Normalverdiener deutlich häufiger auf Pump leben.

(laf/sda)