Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger hat im Jahr 2013 um 3,8 Prozent zugenommen. Ende Jahr arbeiteten somit rund 278'500 ausländische Grenzgänger in der Schweiz. Die Mehrheit von ihnen sind Männer. Gut die Hälfte kommt aus Frankreich, knapp ein Viertel aus Italien und ein Fünftel aus Deutschland. «Nach wie vor arbeiten die Grenzgängerinnen und Grenzgänger tendenziell in weniger gut qualifizierten Berufen», teilte das Bundesamt für Statistik am Montag mit.

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Die Gesamtzahl hat von Ende 2012 bis Ende 2013 um 10'200 Personen zugenommen. Damit liegt das Wachstum gemäss Statistikamt unter jenem aus dem Vorjahr, als es 6 Prozent betrug: 2012 wurden knapp 15'200 neue Grenzgänger erfasst. Damit war der Zuwachs imvergangenen Jahr um ein Drittel geringer.

Gefragte Bürokräfte aus dem Ausland

Über fünf Jahre stieg die Anzahl Grenzgänger von 216'400 im Jahr 2008 auf 278'500 im Jahr 2013, was einem Plus von 62'100 entspricht – oder einem Wachstum von 29 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist die Gesamtzahl der Erwerbstätigen nach Erwerbstätigenstatistik von 4,581 Millionen auf 4,899 Millionen angewachsen.

Aufgeschlüsselt nach Berufsgruppen nahm in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der «Bürokräfte und verwandte Berufe» am stärksten zu und zwar um 73 Prozent. Dies obwohl die Gesamtzahl der Bürokräfte in dieser Periode um 4 Prozent sank.

Selten auf den Feldern

Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiten deutlich häufiger als «Hilfsarbeitskräfte» als die übrigen Erwerbstätigen in der Schweiz. Ihre Zahl stieg in den vergangenen fünf Jahren um 56 Prozent. Die Zahl der «Führungskräfte» um 40 Prozent. Das BFS notiert, dass «auch bei den Erwerbstätigen, die nicht Grenzgänger sind, die Führungskräfte überdurchschnittlich zugenommen haben» und zwar um 26 Prozent.

Tätig sind die Grenzgängerinnen und Grenzgänger vor allem in den drei Grossregionen Genferseeregion (34,7 Prozent), Nordwestschweiz (23,5 Prozent) und im Tessin (21,5 Prozent). Sowohl in der Genferseeregion als auch in der Nordwestschweiz ist jede zehnte erwerbstätige Person ein Grenzgänger oder eine Grenzgängerin. Höher ist der Anteil im Tessin, wo ein Viertel aller Erwerbstätigen von ennet der Grenze kommen. Fast in zwei Dritteln der Fälle arbeiten die ausländischen Arbeitskräfte, die täglich in die Schweiz kommen, im Dienstleistungsbereich. Oft sind sie auch in der Industrie tätig, selten jedoch in der Landwirtschaft.

(awp/sda/moh/se)