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Studie
Schweizer Altersvorsorge fällt international zurück

Pétanque-Spieler in Zürich: Schweizer sind im Alter nicht ohne Sorgen. Keystone

Der Altersvorsorge in der Schweiz fehlt es laut einem Ländervergleich von Mercer an Nachhaltigkeit. Spitzenreiter ist Dänemark. Die Schlusslichter überraschen.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Baustelle Nachhaltigkeit: Das Schweizer Vorsorgesystem hat im internationalen Vergleich erneut an Terrain eingebüsst. Im «Melbourne Mercer Global Pension Index 2017» rangiert die Schweizer Altersvorsorge unter 30 ausgesuchten Ländern nur noch auf Platz acht.

In den beiden Vorjahren hatte die Schweiz mit ihrem Vorsorgesystem noch die Plätze vier (2015) und sechs (2016) belegt. Der Rückgang sei auf den Sub-Index Nachhaltigkeit zurückzuführen, schreibt das Beratungsunternehmen Mercer in einer Mitteilung vom Montag.

Tiefe Wohneigentumsquote

Dieses Jahr sei erstmals das reale Wirtschaftswachstum als Faktor berücksichtigt worden. Zudem nehme bei steigender Lebenserwartung und gleichbleibendem Rentenalter die Rentendauer zu. Dies wirke sich nach wie vor negativ auf die Punktzahl im Bereich Nachhaltigkeit aus.

Profitieren könnte das Schweizer Vorsorgesystem von der Pflicht, Altersleistungen zum Teil als Renten auszubezahlen. Nützen könnte es auch, wenn der Rentenbezug gegenüber dem Kapitalbezug steuerlich bessergestellt würde. Empfehlenswert wäre sodann eine Steigerung der Wohneigentumsquote, heisst es in der Mitteilung.

Schlusslichter Indien, Japan und Argentinien

Spitzenreiter im seit 2009 alljährlich erhobenen Pension Index ist zum sechsten Mal in Folge Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Australien. Die Schlusslichter sind wie im Vorjahr Indien, Japan und Argentinien.

Mercer untersuchte die Altersvorsorgen in 30 Ländern hinsichtlich ihrer Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Dabei wurden neben den staatlichen Rentensystemen und der betrieblichen Altersvorsorge auch private Anlagen und Vorsorgemassnahmen berücksichtigt.

Verfasst wurde der « Melbourne Mercer Global Pension Index» von Mercer und dem Australian Centre for Financial Studies. Mercer beschäftigt in weltweit mehr als 40 Ländern rund 20'000 Menschen, darunter gut 130 an den Schweizer Standorten Zürich und Nyon.

(sda/gku)

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