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Schweizer Arbeitsmarkt steckt in der Flaute

Der Aufschwung am Arbeitsmarkt lässt weiter auf sich warten. Das zeigt der Indikator der ETH-Forschungsstelle KOF. Auch in den kommenden Monaten dürften die Unternehmen nur wenige Jobs schaffen.

Veröffentlicht am 06.02.2017

Seit zweieinhalb Jahren halten sich die Unternehmen in der Schweiz mit dem Aufbau von Stellen zurück. Das wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Monaten nicht ändern.

Der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ist Ende 2014 in den negativen Bereich getaucht und bis heute dort stecken geblieben. Im ersten Quartal 2017 hat sich der Indikator zwar leicht erhöht. Mit minus 2,1 Punkte bleibt er jedoch weiterhin deutlich unter der Nulllinie, wie die KOF am Montag mitteilte.

Ausnahmen Gesundheits- und Verkehrswesen

Dieser negative Wert zeigt an, dass bei der KOF-Umfrage mehr Unternehmen angegeben haben, Stellen abbauen zu wollen, als Unternehmen planen neue Stellen zu schaffen. Laut KOF deutet das darauf hin, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt weiter auf sich warten lässt.

Die Beschäftigungseinschätzung sei abgesehen vom Gesundheits- und Verkehrswesen in den meisten Branchen negativ, heisst es in der Mitteilung. Vor allem in der Industrie, im Gastgewerbe und bei den Banken und Versicherungen sei die Zurückhaltung beim Stellenaufbau gross. Die Beschäftigungsindikatoren dieser Branchen brachen im ersten Quartal 2015 deutlich ein und verharren seither im negativen Bereich.

Frankenschock nicht verdaut

Unerfreulich sind laut KOF auch die Beschäftigungsaussichten im Gross- und Detailhandel. Im Detailhandel habe sich zwar in den letzten Monaten die Geschäftslage verbessert. Trotzdem sei in nächster Zeit in dieser Branche mit einem leichten Stellenabbau zu rechnen. Der Frankenschock scheine im Detailhandel immer noch nicht verdaut zu sein, schreibt die KOF.

Diese Firmen strichen 2016 Stellen:

(sda/gku/me)

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