Im ersten Halbjahr ist der Personenwagenmarkt leicht gewachsen. Von Januar bis Juni fanden in der Schweiz sowie im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 158'918 Neuwagen einen Käufer, was einem Anstieg um 0,6 Prozent entspricht.

Dies sei das drittbeste Halbjahresergebnis seit der Jahrtausendwende, wie der Informationsdienstleister Eurotax und der Auto Gewerbe Verband Schweiz AGVS in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben.

Occasionsmarkt steht besser da

Bemerkenswert seien die erneut stark schwankenden Verkaufszahlen auf Monatsbasis, was nur teilweise mit der punktuellen Häufung von Feiertagen erklärt werden könne. So gingen etwa im April die Verkäufe um 10 Prozent zurück, derweil sie im Mai um 8,8 Prozent und im Juni um 2,1 Prozent zulegten, heisst es dazu.

Positiv verlaufen sei das erste Halbjahr 2017 auch für den Gebrauchtwagenmarkt. In den ersten sechs Monaten seien insgesamt 442'174 Handänderungen registriert worden, was einer Zunahme von 0,1 Prozent entspricht. Da gleichzeitig allerdings weniger Gebrauchtwagen - auch aus dem Ausland - auf den Markt gekommen seien, sanken die Standzeiten laut Mitteilung auf durchschnittlich 96 Tage (-3,0 Prozent).

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Mit Blick auf die einzelnen Marken konnte der Volkswagen-Konzern als Ganzes seine Marktdominanz behaupten. Zwar verkauften die Marken Volkswagen (-8,6 Prozent) oder Skoda (-5,6 Prozent) deutlich weniger Neuwagen, dafür konnten sich andere VW-Töchter wie Audi (+5,4 Prozent) und Seat (+36,4 Prozent) steigern. Über alle verkauften Neuwagen hinweg verbleibe der Marktanteil des Volkswagen-Konzerns jedenfalls bei hohen 28,7 Prozent (2016: 29,0 Prozent).

Deutscher Marktanteil steigt

Daneben verkauften deutsche Autobauer wie Mercedes-Benz (+12,1 Prozent) sowie weiteren Marken aus deutscher Fertigung wie Ford (+5,8 Prozent), Opel (+5,7 Prozent) und BMW (+1,0 Prozent) mehr PW. Mit Blick auf den Gesamtmarkt sei der deutsche Marktanteil auf 46,2 Prozent gestiegen, nach 45,8 Prozent in 2016.

Sehr gut verliefen auch die Verkäufe von Neuwagen auch für Toyota (+9,0 Prozent), während Renault (-4,9 Prozent) als einziger Top10-Vertreter aus Frankreich erneut rückläufige Verkaufszahlen zu beklagen hatte.

(sda/chb)