Die Zuwanderung in der Schweiz steht bereits seit Monaten in den Schlagzeilen - aktuell mit der «magischen» Grenze von acht Millionen Einwohnern. «Dass die Schweiz immer neue Migranten anzieht, ist in erster Linie ein gutes Zeichen», kommentierte «Handelszeitung»-Chefredaktor Beat Balzli bereits vor drei Monaten.

Nun giesst eine Studie der UBS neues Öl ins Feuer: «Extrapoliert man das Bevölkerungswachstum der letzten fünf Jahre, so wird die Schweiz im Jahr 2031 die 10-Millionen-Grenze überschreiten.» Dani Kalt, Chefökonom der Grossbank, ordnet dies nicht als Problem ein: «Die aktuelle Zuwanderung zeichnet sich durch ein hohes Bildungsniveau und einen hohen Grad an Erwerbstätigkeit aus, wodurch die Schweizer Wirtschaft nachhaltig gestärkt wird.»

Diese Aussage wird auch gleich mit Zahlen untermauert: Nach jahrzehntelanger Wachstumsschwäche steigt seit 2006 das Bruttoinlandprodukt pro Kopf in der Schweiz rascher als im Ausland. Kalt folgert: «Die Anziehungskraft der Schweiz dürfte noch viele Jahre anhalten.»

Die UBS-Studie sieht sogar einen weiteren positiven Effekt - nämlich dahingehend, dass «eine hohe Immigration die Herausforderungen der Altersvorsorge lindern könnte» - eine vollständige Problembehebung schliesst Kalt dadurch aber aus. 

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(vst)