Der Schweizer Detailhandel hat im Mai deutlich weniger umgesetzt. Die realen, also um Inflationseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze fielen gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt.

Im Mai setzte der Detailhandel ohne Treibstoffe gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt real 3,8 Prozent weniger um. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren: Dort fielen die Umsätze real um 4,9 Prozent. Deutlich geringer war der Rückgang im Nicht-Nahrungsmittelsektor, in dem es nur um 2,6 Prozent herab ging.

Im Vorjahresvergleich verzeichnete der Detailhandel ohne Treibstoffe im Mai einen Rückgang des realen Umsatzes von 4,3 Prozent. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Abnahme der realen Umsätze von 4,5 Prozent, während der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein Minus von 3,8 Prozent.

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Klare Tendenz

Die Umsatzzahlen der grössten Schweizer Detailhändler der Schweiz zeigen in die gleiche Richtung. Wie dem Marktmonitor von GfK Switzerland, der auf den Umsätzen der 30 wichtigsten Detailhändlern ohne Aldi und Lidl basiert, vom vergangenen Donnerstag zu entnehmen ist, sind die Umsätze von Januar bis Mai um 1,0 Prozent tiefer ausgefallen als 2010.

Einbussen wurden dabei besonders beim Handel mit Lebensmitteln verzeichnet, wo die Umsätze um 1,3 Prozent zurückgingen. Im Non-Food-Bereich wurde ein Umsatzminus von 0,4 Prozent verzeichnet. Zurückzuführen ist der Umsatzrückgang dabei unter anderem auf die diversen Preissenkungsrunden der Lebensmittelhändler.

Weiterhin optimistisch stimmt der UBS-Konsumindikator. Wie die Grossbank vor knapp einer Woche mitteilte, entwickle sich der Privatkonsum in der Schweiz möglicherweise besser, als es den Anschein habe.

Der UBS-Konsumindikator stieg im Mai auf den höchsten Wert seit August letzten Jahres. Zum Anstieg trugen insbesondere die Neuimmatrikulationen von Personenwagen bei. Auch der Geschäftsgang im Detailhandel fiel besser aus.

(laf/sda/awp)