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Schweizer Exporte überraschend gestiegen

Schweizer Exporte: Geografisch liegt das grösste Plus in in Afrika und Asien (Bild: Keystone)

Es ist die stärkste Zunahme seit August 2010: Die Schweizer Exporte haben im Februar trotz Frankenstärke um 10,4 Prozent zugenommen. Am steilsten bergauf ging es für die Maschinen- und Elektroindustri

Veröffentlicht am 22.03.2011

Die Schweizer Exporte haben im Februar trotz des starken Frankens um 10,4 Prozent zugenommen. Das unerwartet gute Ergebnis wich damit von der Wachstumsverlangsamung der vergangenen Monate ab, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Vormittag bilanzierte.

Es ist die stärkste Zunahme seit dem Plus von 11,7 Prozent im vergangenen August. Die Margen dürften hingegen abgenommen haben, sanken die Preise der Exportgüter doch im Schnitt um 4,8 Prozent. Vor allem Medikamente wurden im Zuge des Drucks diverser Regierungen billiger. Unter Ausschluss der Pharmazeutika betrug der Preisabschlag 1,6 Prozent. Teuerungsbereinigt nahmen die Exporte um 16 Prozent zu.

Gesamthaft erreichten die Ausfuhren 16,5 Milliarden Franken. Weil die Importe gegenüber dem Vorjahr nur um 2,2 Prozent auf 14 Milliarden Franken zunahmen, verdoppelte sich der Handelsbilanzüberschuss auf 2,5 Milliarden Franken.

Ausfuhren nach Indien verdoppelt

Am stärksten wuchsen die Exporte der Maschinen- und Elektroindustrie (+19,9 Prozent), insbesondere Metallbearbeitungsmaschinen und Textilmaschinen waren wieder gefragter. Es folgte die Uhrenindustrie (+17,8 Prozent), die mit Exporten von 1,4 Milliarden Franken den besten Februar der Geschichte verzeichnete. Zum Spitzentrio zählte auch die Metallindustrie (+17,2 Prozent).

Am anderen Ende sanken die Ausfuhren der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (-2,8 Prozent), der Bekleidungsindustrie (-3,6 Prozent) sowie der Papier- und Grafischen Industrie (-4,3 Prozent).

Das Exportwachstum war geografisch breit abgestützt, wie die Zollverwaltung weiter mitteilte. So erhöhte sich der Absatz in Europa um 6,5 Prozent und auf den übrigen Kontinenten sogar in zweistelliger Höhe. Mit je rund einem Fünftel fiel das Plus in Afrika und Asien am kräftigsten aus. Nach Indien haben sich die Ausfuhren verdoppelt, nach China nahmen sie um zwei Drittel zu.

Auch die wichtigen Märkte USA, Italien und Deutschland legten um 10 bis 14 Prozent zu. Dagegen gingen die Exporte in die wirtschaftlich angeschlagenen Länder Spanien, Japan und Grossbritannien sowie nach Österreich merklich zurück.

(tno/cms/sda)

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