Immer öfter tätigen Schweizer ihre Einkäufe per Internet im Ausland. Das zeigt sich an der Paketflut: Die Post habe im laufenden Jahr pro Tag durchschnittlich 11'000 Importpakete verarbeitet, sagt Post-Sprecher Richard Pfister zur «NZZ am Sonntag». Im vergangenen Jahr waren es täglich 10'000 Pakete.

«Wir haben Anzeichen dafür, dass dieser zusätzliche Anstieg mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zusammenhängt», erklärt Pfister. Zu den 11'000 Paketen kommen noch die Sendungen hinzu, welche von Konkurrenten wie DHL oder Fedex spediert werden, sowie Tausende von Paketen des deutschen Mode-Versandhändlers Zalando.

Seit 2010 nahezu verdoppelt

«Direkte grenzüberschreitende Online-Einkäufe, die in die Schweiz geliefert werden, nehmen überproportional zu», beobachtet auch der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV). Seit 2010 habe sich das Umsatzvolumen laut seinen Schätzungen praktisch verdoppelt.

Demnach haben Schweizer Konsumenten schon im letzten Jahr rund 900 Millionen Franken bei Online-Einkäufen im Ausland ausgegeben, dieses Jahr wird die Milliardengrenze erreicht. Dazu kommen jene Pakete, die von Schweizer Kunden an Paketstationen im grenznahen Ausland selber abgeholt werden. Letztes Jahr belief sich deren Wert auf 200 Millionen Franken.

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(gku)