Unter den Schweizer Uhrenexporten legen die teuersten Uhren am stärksten zu. Das zeigen Zahlen des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie, die der «Schweiz am Sonntag» vorliegen.

Demgemäss nahm der Wert exportierter Golduhren im ersten Quartal um 7,9 Prozent zu. Dies im Gegensatz zum Gesamtexport, der sich auf ein Plus von nur noch 2,4 Prozent abkühlte. Innerhalb der Golduhren waren die teuersten Stücke noch stärker gefragt als vor einem Jahr.

Eine leichte Zunahme verzeichneten auch Uhren aus Stahl, während sich die günstigeren Armbanduhren aus Platin oder vergoldetem Silber deutlich weniger gut verkauften. Die Nachfrage nach Luxus bleibt also ungebrochen.

Das belegen auch die nach Preiskategorien aufgeschlüsselten Zahlen des Uhrenverbandes: Sowohl bei den Billiguhren unter 500 Franken als auch im mittleren Segment zwischen 500 und 3000 Franken sanken die Verkäufe im März markant. Demgegenüber stiegen sie in der obersten Preisklasse von über 3000 Franken deutlich. 

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Der seit mehreren Jahren anhaltende Golduhren-Boom wurde bislang vor allem durch die ostasiatischen Konsumenten getrieben. Bei ihnen machten Golduhren im vergangenen Jahr wertmässig 40 Prozent der gesamten Schweizer Uhrenexporte aus. Im weltweiten Durchschnitt sind es lediglich 36 Prozent.

Auch bei arabischen Kunden sind Golduhren überdurchschnittlich gefragt, während sie bei Nord- und Südamerikanern am unbeliebtesten sind. Auch Europa liegt unter dem weltweiten Durchschnitt.

(aho)