Der Schweizer Einkaufsmanagerindex (PMI) ist im August gegenüber dem Juli um 1,8 Zähler auf 51,7 Punkte gesunken. Das Industrie-Barometer steht damit auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren, wie die Credit Suisse (CS) mitteilte.

Eine längere Zeit des Wachstums habe es nur einmal seit Erhebungsbeginn vor 16 Jahren gegeben, und zwar zwischen 2005 und 2008. In der aktuellen, nun scheinbar zu Ende gehenden zweijährigen Wachstumsperiode, hatte der Index Mitte 2010 mit 67 Zählern seinen Höhepunkt erreicht, erklärte die CS weiter.

Dass die Wachstumskräfte in der Schweizer Industrie nachlassen, habe auch Folgen für die Beschäftigung. Der entsprechende Indikator sank zum zweiten Mal in Folge deutlich. Die Unternehmen seien vorsichtig geworden in ihrer Personalpolitik, stellen die Experten der Grossbank fest.

Vorboten für «Bodenbildung» bei Auftragsbeständen und Produktion

Die Auftragsbestände und die Produktion stiegen hingegen im August wieder an, nachdem sie insbesondere im Juni stark an Wert verloren hatten. Dies könnte der Vorbote einer «Bodenbildung» sein. Die nunmehr seit einem Jahr andauernde Überbewertung des Frankens dürfte sich aber bremsend auswirken.

Die Credit Suisse erhebt den PMI zusammen mit dem Fachverband für Einkauf und Supply Management procure.ch.

(tno/kgh/sda)