Die Stimmung in der Schweizer Industrie hat sich im Oktober wieder etwas aufgehellt. Demnach können der VW-Abgasskandal oder Ängste in China die Industrie nicht bremsen. Nur wenige Unternehmen glauben aber an ein baldiges Ende der Frankenstärke.

Immerhin haben sie sich mit dem starken Franken arrangiert. Das zeigt der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Credit Suisse, der auf einer Umfrage bei Mitgliedern des Einkäuferverbandes procure.ch beruht. Er stieg im Oktober um 1,2 Punkte auf 50,7 Zähler und liegt damit wieder über der Wachstumsschwelle.

Industrie seit Monaten um Expansionsschwelle

Der Indikator oszilliert seit längerem um diese bei 50 Punkten liegende Schwelle herum. In Zusatzfragen wurde ermittelt, wie sich die Industrie mit der Lage auseinandersetzt. So erwarten mit 29 Prozent der Befragten leicht weniger eine Abwertung des Schweizer Frankens als in früheren Umfragen.

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25 Prozent der Unternehmen wollen 2016 mehr investieren, 50 Prozent gleich viel und 25 Prozent weniger. Dabei überwiegen mit 70 Prozent aller Nennungen die Ersatzinvestitionen. 50 Prozent wollen Geld in die Rationalisierung stecken. Diese Absicht wurde in früheren Umfragen 2012 und 2013 weniger genannt und ist wohl eine Folge der Frankenstärke.

Rund zwei Drittel der Unternehmen schauen optimistisch in die Zukunft; die Chancen würden überwiegen, gaben sie zu Protokoll.

(sda/moh)