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Konjunktur

Schweizer Industrie schrumpft weiter

Industrielle Produktion bei Agie Charmilles. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Industrie kommt nicht auf Touren: Der Einkaufsmanagerindex sank im Vormonatsvergleich. Damit geht die schleichende Abschwächung weiter.

Veröffentlicht am 03.09.2012

Die Schweizer Industrie kommt nicht auf Touren. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sank im August gegenüber dem Vormonat um 1,9 Zähler auf 46,7 Punkte. Damit blieb der PMI unter der 50-Punkte-Marke, die Wachstum von Schrumpfung trennt.

Die schleichende Abschwächung der Industrieaktivität in der Schweiz dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen, hiess es in der Mitteilung der Credit Suisse vom Montag. Die Bank erhebt den Index zusammen mit dem Einkäuferverband.

Der Auftragsbestand der Firmen entwickelt sich laut der Mitteilung den fünften Monat in Folge rückläufig und schloss um 1,9 Prozent tiefer als im Vormonat. Die dünneren Auftragsbücher hätten sich bereits in einem Produktionsrückgang niedergeschlagen. Die Unternehmen hätten mit einem erneuten Kapazitätsabbau reagiert. Dieser Abbau halte mittlerweile seit beinahe einem Jahr an.

In einem Kommentar zum Einkaufsmanagerindex hält die VP Bank fest, die erneute Verschlechterung des Vorlaufindikators mache deutlich, dass sich die Schweizer Wirtschaft nach wie vor in einem schwierigen Umfeld befinde. Für eine Entwarnung sei es zu früh.

Die Wirtschaft dürfte bereits im zweiten Quartal deutlich an Dynamik verloren haben. Eine erneute Eskalation der Schuldenkrise hätte auch für die Schweizer Wirtschaft schwerwiegende Konsequenzen.

(vst/rcv/sda)

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