Ein Jahr nach Aufhebung des Mindestkurses steht die Schweizer Industriekonjunktur noch immer still. Darauf deutet die monatlich erhobene Umfrage unter Einkaufsmanagern. Mit einem Wert von 50 Punkten liegt der Indikator damit genau auf der Schwelle zwischen Wachstum und Kontraktion. Ein richtiger Einbruch sei nicht mehr zu erwarten, analysieren die Experten der Credit Suisse und des Einkaufsverbands Procure, die den Index gemeinsam erheben.

Die Schweiz gehört damit europaweit zu den Ländern mit der schwächsten Industriekonjunktur in diesem Monat. Ein Vergleich der Einkaufsmanagerindizes rund um den Globus zeigt: Die Dynamik ist vergleichbar mit jener in wirtschaftlichen Krisenländern wie Frankreich und Griechenland. Auch dort deutet das Barometer auf Stillstand.

An der Spitze stehen zwei frühere Krisenstaaten

Besser hingegen sieht es in den deutschsprachigen Nachbarländern aus: In Österreich wie auch Deutschland expandiert das verarbeitende Gewerbe, der Indikator steht bei 51.2 beziehungsweise 52.3 Punkten. Selbst in Italien geht es deutlich aufwärts.

An der Spitze stehen indes ausgerechnet die zwei früheren Krisenländer Spanien und Irland: Dort deutet der Einkaufsmanagerindex auf eine äusserst kräftige wirtschaftliche Erholung hin (mehr dazu finden Sie in der obigen Bildergalerie).

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