Die Schweizer Konsumentenstimmung bleibt leicht zuversichtlich. Nach dem spürbaren Anstieg im Januar hat sie sich bis im April aber kaum verbessert.

Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) quartalsweise erhobene Index zur Konsumentenstimmung stieg minim von -6 Punkten im Januar auf -5 Punkte. Ein Wert von 0 bedeutet gleich viele positive wie negative Antworten der rund 1200 Befragten.

Der Index liegt das neunte Quartal in Folge im Minus, aber leicht über dem historischen Durchschnittswert, wie das Seco mitteilte. Dies deutet auf einen robusten Privatkonsum, der das Wirtschaftswachstum stützen dürfte.

Etwas abgenommen haben die Sorgen der rund 1200 Befragten um den Arbeitsplatz: Die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Aussichten für die Arbeitslosigkeit wurden im April weniger negativ als im Januar eingeschätzt. So verbesserten sich die Erwartungen zur Entwicklung der Arbeitslosigkeit merklich von +62 auf +47 Punkte.

Die Erwartungen zur Wirtschaftsentwicklung wurden praktisch gleich bewertet. Mit +3 Punkten (0 im Januar) liegen sie deutlich über dem historischen Durchschnittswert von -10 Punkten.

Weniger Geld sparen

Die Einschätzung der Haushalte für die künftige Entwicklung der finanziellen Lage veränderte sich ebenfalls unwesentlich (leichter Rückgang von +4 auf +2 Punkte). Demgegenüber fiel die Erwartung der Befragten, dass sie in den kommenden Monaten Geld sparen werden (von +34 auf +23 Punkte).

Auch die Antworten auf weitere Fragen, die nicht in den Index einfliessen, zeigen laut SECO ein eher uneinheitliches Bild. Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in den letzten zwölf Monaten wurde praktisch gleich beurteilt (von -10 auf -7 Punkte). Im Januar 2012 hatte sie noch bei -47 gelegen.

Die Entwicklung der finanziellen Lage der Haushalte in den letzten zwölf Monaten wurde leicht weniger optimistisch bewertet (von -1 auf -10 Punkte). Hingegen verbesserte sich die Beurteilung der Sicherheit am Arbeitsplatz von -74 auf -65 Punkte. Sie liegt aber immer noch unter dem historischen Durchschnittswert von -55 Punkten.

Die Möglichkeit zum Geld sparen wurde weniger positiv beurteilt (von +50 auf +41 Punkte). Kaum verändert hat sich die Neigung zu grösseren Anschaffungen (von +9 auf +5 Punkte. Die befragten Haushalte gehen auch weiterhin von einer deutlich geringeren Teuerung aus, als im langfristigen Mittel.

(chb/aho/sda)

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