Das Stellenangebot in der Schweiz hat sich im zweiten Quartal 2012 stabil entwickelt. Die Schweizer Unternehmen suchen weiterhin intensiv nach Personal. Der heimische Stellenmarkt zeige sich überraschend widerstandsfähig gegenüber den anhaltenden Unsicherheiten über die wirtschaftliche und politische Entwicklung im Euroraum, teilte der Personaldienstleister Adecco anlässlich der Publikation seines Swiss Job Market Index (ASJMI) mit.

Im zweiten Jahresviertel ging der ASJMI um 3 Prozent auf 97,1 Punkte zurück und lag damit nur leicht unter dem Rekordwert des Vorquartals. Das Stellenangebot befindet sich gemäss Studie - abgesehen von einem saisonal bedingten Taucher im Q4 2011 - seit über einem Jahr auf einem hohen Niveau.

Regionale Unterschiede

Der Stellenmarkt entwickelte sich im zweiten Quartal regional unterschiedlich. Zulegen konnte die Ostschweiz (+3 Prozent) und die Region Nordwestschweiz(+5 Prozent). Diese beiden Regionen verzeichneten auch im Jahresvergleich den stärksten Zuwachs mit 13 Prozent (Ostschweiz) respektive 10 Prozent (Nordwestschweiz).

Rückläufig präsentierte sich das Stellenangebot im abgelaufenen Quartal in der Genferseeregion (-7 Prozent) und im Espace Mittelland (-12 Prozent). Die beiden Regionen, welche im Frühjahr noch das stärkste Wachstum verzeichnet hatten, näherten sich damit wieder den anderen Regionen an, heisst es dazu. Einen Rückgang registrierten auch die Regionen Zentralschweiz (-4 Prozent) und der Grossraum Zürich (-3 Prozent).

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Belebung durch Industrie und Baugewerbe

Zur stabilen Entwicklung des Schweizer Stellenmarkts trugen drei Berufsgruppen bei: Industrie und Bau (+10 Prozent), Gastgewerbe und persönliche Dienstleistungen (+5 Prozent) sowie Medizin und soziale Dienstleistungen (+1 Prozent). Im Vorjahresvergleich wuchsen die Stellenangebote im Gesundheitsbereich am stärksten (+14 Prozent).

Deutlich weniger Stellen boten im zweiten Quartal 2012 die Berufsfelder Finanz und Treuhand (-15 Prozent), Büro und Verwaltung (-10 Prozent) sowie Management und Organisation (-9 Prozent) an. Leicht schrumpfend präsentierten sich auch Verkauf und Marketing (-4 Prozent), Technik und Informatik (-3 Prozent) und die Finanzberufe (-5 Prozent).

Der ASJMI wird von Adecco gemeinsam mit der Universität Zürich erhoben und ist eine Messgrösse für den Schweizer Gesamtstellenmarkt in Internet und Presse.

(rcv/muv/awp)