Der Teuerungs-Rückgang aus Monatssicht sei vor allem auf den Sommerausverkauf im Bekleidungssektor zurückzuführen, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) mit. Kleider und Schuhe wurden im Vergleich zum Juni 12,2 Prozent billiger. Die um 3,3 Prozent tieferen Preise für Erdölprodukte hatten laut BFS ebenfalls einen wesentlichen Einfluss.

Auffallend ist, dass vor allem importierte Güter günstiger wurden. Deren Preise gingen gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent zurück. Das sei allerdings weniger auf die Währungsentwicklung zurückzuführen als auf die Art der importierten Güter, sagte Hans Markus Herren, Bereichsleiter Konsumentenpreise beim BFS, der Nachrichtenagentur sda.

Beispielsweise stammten Kleidungsstücke zum überwiegenden Teil aus dem Ausland. «Gerade in diesem Sektor kann man nicht davon sprechen, dass die Preise an die Konsumenten weitergegeben würden», sagte Herren. Klammert man den Effekt des Sommerausverkaufs aus und vergleicht die Preise mit dem Vorjahr, so stiegen die Kleiderpreise um 1,1 Prozent.

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Die Preise für Importgüter sanken gegenüber Juli 2010 um 0,3 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorjahr am stärksten gestiegen sind die Preise für Erdölprodukte, welche um 7,7 Prozent zulegten. Auch Tabakwaren sind mit einem Zuwachs von 7,2 Prozent deutlich teurer geworden.

Der Landesindex der Konsumentenpreise hat im Juli den Stand von 99,7 Punkten erreicht, wobei das Preisniveau vom vergangenen Dezember mit 100 Punkten als Richtwert dient. Seither sind die Preise somit um 0,3 Prozent gesunken.

(cms/rcv/sda)