Trotz des guten Verlaufs des Börsenjahres 2012 und einer leichten Verbesserung der Deckungsgrade in der Vorsorge steigen bei einer Reihe von Schweizer Unternehmen im laufenden Jahr die Pensionskassenkosten. Grund sind vor allem Buchhaltungsregeln.

Auf den ersten Blick sehen die Zahlen gut aus. Laut der Beratungsfirma Towers Watson sanken die Verpflichtungen im vierten Quartal 2012 um 0,3 Prozent, währenddessen die zur Planung verwendeten Vermögenswerte um 1,3 Prozent anstiegen. Im Gesamtjahr stiegen die Verpflichtungen um elf Prozent, währenddessen die Planvermögen um zehn Prozent zunahmen. Dies sorgt an sich für stabile Deckungsgrade in der Vorsorge.

Vom Kostenanstieg betroffen sind jene Firmen, die nach internationalen Standards bilanzieren, also an erster Stelle die grossen Konzerne. Aber nicht nur die geänderte Verbuchung der Ansprüche der Versicherten, sondern auch die tiefen Zinsen erhöhen aber die Kosten, wie die Beratungsfirma Towers Watson in einer publizierten Studie festhält.

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Die tiefen Zinsen führen zu höheren Verpflichtungen. Die Garantiezinsen sind in einer Negativspirale, wie die Studie verdeutlicht. Im vierten Quartal lagen sie bei 1,62 Prozent, nach 2,41 Prozent im Vorjahr.

(muv/chb/sda)