Die Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal nicht vom Fleck bewegt. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) blieb gegenüber dem Vorquartal unverändert. Verglichen mit dem zweiten Quartal des letzten Jahres resultiert ein leichtes Wachstum Die schwächelnde Konjunktur in der Eurozone bremst auch die Schweizer Wirtschaft. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz stagnierte von April bis Juni gegenüber dem Vorquartal, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal betrug das Wirtschaftswachstum 0,6 Prozent.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Von Januar bis März dieses Jahres war die Wirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent gewachsen. Vor allem der Bau und die Exporte schwächten sich im zweiten Quartal ab. Experten hatten ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und eine BIP-Zunahme von 1,7 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2013 erwartet.von 0,6 Prozent.

Privater Konsum liefert positive Impulse

Leicht positive Impulse lieferte im zweiten Quartal der private Konsum, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte. Der private Konsum nahm gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent zu. Vor allem in den Rubriken Wohnen und Freizeit wurde mehr Geld ausgegeben.


Insgesamt unverändert blieb das Niveau der Investitionen. Zwar stiegen die Ausgaben für EDV und Fahrzeuge, gleichzeitig gingen jedoch die Bauinvestitionen im gleichen Ausmass zurück.

Finansektor teilweise rückläufig

Einen leicht negativen Effekt auf die BIP-Entwicklung hatte die Handelsbilanz. Die Warenexporte nahmen insbesondere dank den Verkäufen von Bijouterie zwar um 0,7 Prozent zu. Aber auch die Importe von Waren erhöhten sich um 0,7 Prozent, vor allem wegen Chemie- und Pharmaprodukten.

Auf der Produktionsseite blieb die Wertschöpfung zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal fast unverändert. Die Industrie sowie die Energie- und Wasserversorgung lieferte einen leicht positiven Beitrag zum BIP-Wachstum. Demgegenüber entwickelte sich die Wertschöpfung im Finanzsektor und in einigen staatsnahen Wirtschaftsbereichen jedoch stagnierend bis rückläufig.

(sda/ise/me)