Schweizer Rüstungsfirmen haben 2012 deutlich weniger Waffen ins Ausland verkauft als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Rekordjahr 2011 gingen die Waffenexporte um rund 20 Prozent zurück. 2012 wurde noch Rüstungsmaterial für rund 700 Millionen Franken exportiert.

Am meisten Waffen gingen nach Deutschland. Das Nachbarland führte Kriegsmaterial im Wert von rund 245 Millionen Franken ein, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte. Dies entspricht über einem Viertel aller Exporte.

Ebenfalls grosse Geschäfte machte die Rüstungsindustrie mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dorthin wurden PC-21-Trainingsflugzeuge im Wert von rund 133 Millionen Franken exportiert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies aber einem Rückgang um mehr als die Hälfte. Damals hatte der Flugzeug-Deal noch 258 Millionen eingebracht und der Rüstungsindustrie zu einem Rekordergebnis verholfen.

Auch Italien war ein wichtiger Abnehmer von Kriegsmaterial. Die Exporte ins Nachbarland betrugen über 61 Millionen Franken. Darauf folgen die USA mit 32 Millionen und Indien mit rund 27 Millionen Franken.

(chb/aho/sda)