Bei den Ökonomen steigt der Optimismus hinsichtlich der Schweizer Konjunktur leicht. Die von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) vierteljährlich befragten Experten rechnen neu mit einem Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 1,3 Prozent in diesem Jahr.

Vor drei Monaten waren sie noch von einem etwas tieferen Wachstum von 1,2 Prozent ausgegangen. Allerdings ist die Stimmung nicht ungetrübt. Bei den Exporten sowie den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen haben die Auguren ihre Erwartungen deutlich nach unten geschraubt, wie die KOF in einem Communiqué bekannt gab.

Bei den Exporten rechnen die 22 befragten Experten lediglich noch mit einem Wachstum von 1,7 Prozent. Im März hatten sie noch mit einem Plus von 2,7 Prozent gerechnet. Bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wurden die Erwartungen von 1,9 auf noch 1,0 Prozent reduziert.

Inflation ist weiterhin nicht in Sicht. Für 2013 erwarten die Experten stagnierende Preise, nachdem sie bisher von einer leichten Teuerung von 0,2 Prozent ausgegangen waren. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 3,2 Prozent bleiben.

Mehr Schwung im 2014

Im nächsten Jahr dürfte die Schweizer Wirtschaft wieder etwas an Schwung gewinnen. Die befragten Auguren gehen unverändert von einem BIP-Wachstum von 1,7 Prozent im 2014 aus.

Leicht schwächer als bisher angenommen dürfte die Dynamik bei den Exporten mit einem Plus von 3,7 Prozent ausfallen, nachdem die Ökonomen im März noch mit einem Anstieg von 4,0 Prozent gerechnet hatten. Bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen senkten sie die Erwartungen von 2,7 auf noch 2,2 Prozent.

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Economiesuisse leicht optimistischer

Bereits am Vortag hatte der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse seine BIP-Prognose von 0,6 auf 1,0 Prozent erhöht. Gleichzeitig erwartet das Forschungsinstitut Bak Basel unverändert eine Zunahme des BIP von 1,4 Prozent im laufenden Jahr.

Economiesuisse gab für das Wirtschaftswachstum 2014 eine erste Prognose von 1,5 Prozent ab. Bak Basel korrigierte die bisherige Erwartung von 1,9 Prozent nach unten auf ebenfalls 1,5 Prozent und sieht damit ebenfalls eine leichte Beschleunigung gegenüber dem laufenden Jahr.

(vst/tke/sda)