Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) erwartet für 2012 ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 0,9 Prozent. Bisher ging die Bundesstelle von einem Plus von 1,5 Prozent aus. Fürs laufende Jahr wurde die Wachstumsprognose von 2,1 Prozent auf 1,9 Prozent gesenkt.

Als Hauptgrund für das schwächere Wachstum nennt das Seco die ausgeprägte Abkühlung der weltweiten Konjunktur und den starken Franken. Auch mit der Einführung einer Wechselkursuntergrenze von 1.20 Franken pro Euro sei der Franken weiterhin hoch bewertet, hiess es in der Medienmitteilung.

Die schwächere Konjunktur dürfte 2012 gemäss den Experten des Seco auch erstmals seit 2009 wieder zu einer Zunahme der Arbeitslosigkeit führen.

Zudem besteht das Risiko, dass das Wirtschaftswachstum noch deutlich schlechter ausfallen wird als nun prognostiziert. Dies wäre der Fall, wenn es zu weiteren starken Turbulenzen an den Finanzmärkten infolge der europäischen Schuldenkrise käme, schreibt das Seco.

Anfang September hatten schon die Credit Suisse, die UBS und die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich ihre Prognosen nach unten korrigiert.

 

Die BIP-Prognosen im Überblick

 20112012Publik. 
Staats. für Wirtschaft (SECO)+1,9+0,920.09. 
Schweiz. Nationalbank (SNB)+1,5 bis 2,0 15.09. 
Credit Suisse+1,9+2,006.09 
UBS+2,0+1,307.09 
KOF ETH+2,8+1,921.06. 
KOF Consensus+1,9+1,307.09. 
Bakbasel+1,9+0,806.09 
Créa+1,9+1,120.04. 
Economiesuisse+2,1+1,709.06. 
Internationaler Währungsfonds (IWF)+2,4+1,812.05. 
OECD+2,7+2,525.05. 

(Veränderung des realen BIP im Vergleich zum Vorjahr in Prozent)

 

(tno/laf/sda)

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