Der Rückgang der Logiernächte dürfte sich im August aufgefangen haben. Jürg Schmid, Direktor von Tourismus Schweiz, rechnet mit Zahlen leicht unter Vorjahr. Möglicherweise seien sie sogar stabil geblieben, sagte er im Interview mit dem «Sonntagsblick».

«Das ist insbesondere bei den Übernachtungszahlen von Schweizern eine Leistung, denn das Ausland ist währungsbedingt um 30 Prozent günstiger geworden», so Schmid im Interview.

Noch im Juli war die Zahl der Übernachtungen um 7,2 Prozent eingebrochen. Die Zahlen für August publiziert das Bundesamt für Statistik (BFS) Anfang Oktober.

Vor allem Gäste aus Europa bleiben derzeit wegen der Frankenstärke aus. Hingegen verzeichne er für das Jahr 2012 aus China Zuwachsraten von über 30 Prozent, sagte Schmid weiter. «2013 dürften aus China bereits mehr Hotelgäste in die Schweiz reisen als aus Nachbarländern wie Italien.»

Schweiz Tourismus arbeite darum daran, den asiatischen Reiseveranstaltern neue Routen anzubieten. «Solche, die sich gut in die bestehenden Trampelpfade einfügen», so Schmid.

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Die Besucherströme aus Asien würden sich breit verteilen lassen: In Graubünden sei das Engadin für Asiaten attraktiv, Davos, Arosa oder auch Chur. Im Wallis Zermatt, Saas-Fee oder das Aletschgebiet. Aber auch das Appenzell biete für Chinesen «überhaupt die höchste vorstellbare Exotik».

Das Image der Schweiz sei im Ausland trotz der Diskussionen um das Bankgeheimnis gut. «Aber es hat nachweislich und messbar gelitten.»

(rcv/sda)