Schwache Vorgaben aus den USA und Asien dürften die Schweizer Börse belasten. Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 1,3 Prozent schwächer mit 7560 Punkten. Der SMI-Future sank um 1,4 Prozent auf 7554 Zähler.

Die Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank drückte die Aktienmärkte weltweit ins Minus. Vor allem an den Börsen in Japan und China rutschten die Kurse kräftig ab. Die weitere Entwicklung dürfte daher massgeblich von den US-Konjunkturzahlen am Nachmittag abhängen. Von den Daten zum Einzelhandel und zum Arbeitsmarkt erhoffen sich die Marktteilnehmer neue Hinweise auf den künftigen Kurs der Fed. 

Der Schweizer Markt könnte von seiner defensiven Ausrichtung profitieren. «Wir sahen in den USA im späten Geschäft eine Flucht in Pharmawerte und andere defensive Sektoren», sagte ein Händler. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle und die Pharmawerte Novartis und Roche machen rund zwei Drittel des Marktgewichts aus. Roche hat klinische Daten veröffentlicht, die die Langzeitwirksamkeit des Medikaments Roactemra und den Nutzen bei früher rheumatoider Arthritis belegen.

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Der Verwaltungsrat des hoch verschuldeten Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach erhält im Machtkampf mit dem Hauptaktionär Unterstützung. Der einflussreiche US-Aktionärsberater ISS empfiehlt, auf der Generalversammlung am 28. Juni die Vorschläge des Verwaltungsrats anzunehmen.

(muv/rcv/reuters)