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Vox populi
SNB-Entscheid: «Zeit der Manager-Plauderis vorbei»

In den Kommentarspalten von handelszeitung.ch geht es seit dem SNB-Entscheid hoch zu und her. Dabei haben die Leser eine erstaunlich klare Meinung.

Von Lukas Rohner
am 16.01.2015

Kurz nach der Aufhebung des Mindestkurses begann die Diskussion. In den Kommentarspalten von handelszeitung.ch wurde umgehend heftig debattiert. Dort zeigt sich, dass die wirtschaftsaffinen Leser erstaunlich einheitlicher Meinung sind. «Eine kluge Entscheidung», begrüsst etwa Nutzer «Eilige Einfalt» den Schritt. Auch «AJD» betont: «Die Aufhebung war das einzig Richtige!»

«Es kann ja nicht sein, dass die SNB unsere Wirtschaft ewig subventioniert», schreibt «ch.e.» Auch der Kommentar von «Thomas Stalder» geht mit der Wirtschaft hart ins Gericht: «Leider haben wohl nun viele Unternehmen gepennt und sich 3,5 Jahre sozusagen in die ‹Subventions-Hängematte› gelegt und nicht angepasst. Jetzt wird's umso schwerer, und die Zeit der Schönwetterkapitäne und Manager-Plauderis ist nun vorbei.»

«Subventions-Hängematte»

Nur vereinzelt wird die Vorgehensweise der SNB kritisiert. Besonders die resultierenden Schlussfolgerungen mahnen vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit. «Eine Schwäche, welche im Hinblick auf das Seilziehen mit den Spekulanten besorgniserregend ist» kommentiert «Peter» den plötzlichen Strategiewechsel der Schweizerischen Nationalbank.

Auch die Umfrage unter rund 5000 Lesern zeigt überraschende Resultate. Imposante 59 Prozent der Leserinnen und Leser von handelszeitung.ch finden den Entscheid der SNB richtig. Nur 10 Prozent stimmen der Aussage «Es war falsch. Damit macht die SNB die Exportwirtschaft kaputt» zu, nur 18 Prozent der Aussage «Es war katastrophal. Die SNB wirkt nun total unglaubwürdig - das ist fatal für eine Notenbank.» 13 Prozent zeigen sich noch unentschlossen.

«Subventions-Hängematte»

Ängste aber wurden aber bei den Lesern durchaus geweckt. «Bleibt für das Schweizer Volk nur zu hoffen, dass diese Unbedachtheit nicht schlimme Folgen nach sich zieht!» warnt « Franz Rudi».

 

Wie schätzen Sie den weiteren Verlauf ein? Lassen Sie es uns in der Kommentarspalte wissen. und machen Sie bei der neuen Abstimmung mit.

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