Erstmals kann Thomas Jordan heute wieder für positive Nachrichten sorgen: Der Präsident der Nationalbank (SNB) präsentierte in Bern die neue 50-Franken-Note. Zu sehen auf dem neuen Geldschein, der ab kommender Woche in Umlauf kommt, sind ein Gleitschirmflieger und ein reifer Löwenzahn. 

Die neue 50-Franken-Note gleicht ihrem Vorgänger nur im Wert und in der Farbe, wird im Format aber kürzer und schmaler. Zudem ziert sie zum ersten Mal keine Persönlichkeit. Das Thema der neuen Banknotenserie lautet «Die vielseitige Schweiz». Das Hauptelement laut SNB der Wind, der diesen Erlebnisreichtum darstellt. Die Grafikerin Manuela Pfrunder hatte sich im Wettbewerb gegen andere Künstler durchgesetzt und die Note gestaltet.

Neue Note ist kürzer und schmaler 

Als nächste wird laut SNB die Emission der 20-Franken-Note im Frühling 2017 folgen. Die übrigen Notenwerte werden anschliessend im Halbjahres- oder Jahresrhythmus herausgegeben. Die Emission der neuen Serie soll 2019 abgeschlossen sein. Ursprünglich war die Ausgabe der neuen Banknotenserie für das Jahr 2010 geplant. Wegen technischen Problemen wurde diese danach jedoch mehrfach verschoben. 

Bei Orell Füssli, wo die Noten gedruckt werden, hatte das Konsequenzen. Der Chef der Sparte Sicherheitsdruck musste das Unternehmen 2013 verlassen, der damalige Unternehmenschef Michel Kunz nahm die Zügel der Sparte daraufhin selbst in die Hand. Allerdings ohne Erfolg - auch er musste das Unternehmen ein paar Monate später im Frühling 2014 verlassen.

Neue Note ist sicherer 

Nötig ist die neue Note, damit die Sicherheit gewährleistet bleibt. Durch technologische Verbesserungen werden auch Fälscher besser - darum muss die Notenbank jeweils einen Schritt voraus sein. Indem dass sie nun neue Noten mit neuen Sicherheitsmerkmalen herausgibt, hat sie wieder einen deutlichen Vorsprung. 

Die jetzige 50er-Note wird kontinuierlich durch die neue Note ersetzt. Erst einige Zeit nachdem die letzte Stückelung im Jahr 2019 in Umlauf gebracht worden sein wird, wird die SNB die alte Serie zurückrufen, womit deren Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel erlischt. Auch dann droht keine Hektik: Banknoten können anschliessend während 20 Jahren bei der SNB umgetauscht werden. Nach Ablauf dieser Frist dürften nicht wenige Sammler auf eine Wertsteigerung setzen.

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(moh, mit awp/sda)