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Konjunktur

Städte verzichten auf Glasfasernetze

Glasfasern: Das Netz der Zukunft - aber vielen Städten inzwischen zu teuer. (Bild: Keystone)

Sie gilt als Faser der Zukunft. Doch bei vielen Schweizer Stadtwerken herrscht bezüglich Glasfaser zunehmend Ernüchterung. Erste Städte begraben ihre Pläne zum Aufbau eines Netzes.

Veröffentlicht am 18.05.2011

Die Euphorie ist vorbei: Die Regionalwerke Baden verzichten auf ein Glasfasernetz, weil es sich nur bei einem künftigen Marktanteil von 60 bis 70 Prozent über 20 Jahre amortisieren liesse. Christoph Umbricht, Leiter der Abteilung Elektrizitätsversorgung sagt: «Sind es weniger, resultierte für uns ein grosser Verlust.» Und dies bei heftiger Konkurrenz durch die Swisscom und Cablecom.

In der Branche ist von weiteren Städten die Rede, die ganz auf ein Glasfasernetz verzichten oder zumindest nicht mehr mit Swisscom über eine Partnerschaft verhandeln wollen. Doch offiziell will niemand etwas sagen – aus Furcht, es sich mit der Swisscom zu verderben. In Zug, Biel, Winterthur oder Ebikon heisst es unisono: «Die Verhandlungen sind noch im Gange.» Gleichzeitig kündigt Swisscom in all diesen Städten bereits an, ein eigenes Glasfasernetz zu bauen.

(cms)

 

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