Die Schweizer Bauwirtschaft stagniert. Der Bauindex der Grossbank Credit Suisse (CS) und des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) erreicht im ersten Quartal des laufenden Jahres 132 Punkte und bleibt damit auf dem Niveau des vierten Quartals 2012.

Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Index um 5 Punkte, wie CS und SBV mitteilten.

Der Index für den Hochbau ging gegenüber dem Vorquartal um einen Zähler auf 110 Punkte (100 = 1. Quartal 1996) zurück. Während die Analysten der CS für den Wirtschaftsbau eine wiederkehrende Zuversicht konstatieren, schwächte sich der Index für den Wohnungsbau ab. Dies, obschon die zentralen Indikatoren auf ein hohes Wachstumspotenzial des Sektors hindeuteten, schreibt die Grossbank. Das Wohnungsangebot bleibe hinter der Nachfrage zurück, was für steigende Preise sorge.

Das Volumen der in der zweiten Jahreshälfte 2012 eingereichten Baugesuche übersteige das Mittel der vergangenen zehn Jahre um 45 Prozent. Besonders viele Gesuche wurden etwa im Wallis, in Uri oder in Graubünden verzeichnet.

Die Spezialisten der CS schliessen nicht aus, dass «stellenweise Bauprojekte beschleunigt werden, weil Landeigentümer zukünftige Einschränkungen erwarten, wie sie sich zum Beispiel langfristig aus der Revision des Raumplanungsgesetzes ergeben könnten». Die Annahme der Zweitwohnungsinitiative dürfte hingegen «kaum der Treiber» des Anstiegs sein.

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Ganz anders als beim Hochbau präsentiert sich das Bild für den Tiefbau: Der Index ist im ersten Quartal um 1,3 Prozent auf 164 Punkte angestiegen. Die CS glaubt aber, dass der Sektor seinen Zenit nun erreicht hat. Einige Grossprojekte liefen nun langsam aus, und öffentliche Mittel seien nicht unbegrenzt vorhanden.

(chb/sda)