Der starke Franken lastet auf den Schweizer Auslandvermögen. Das zeigen Statistiken der Nationalbank, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet. Demnach belaufen sich die Wechselkursverluste bei Schweizer Nettoauslandvermögen seit Anfang 2010 total auf geschätzte 350 bis 400 Milliarden Franken. Dabei würden rund 150 Milliarden auf Euro- und etwa 100 Milliarden auf Dollar-Werte entfallen.

Das Nettoauslandvermögen der Schweiz belief sich dem Bericht zufolge Ende März dieses Jahres auf knapp 800 Milliarden Franken. Dies ergibt sich demnach aus der Differenz zwischen 3100 Milliarden Franken, die die Schweiz etwa in Form von Wertpapieren, Krediten und Tochterfirmen im Ausland hielt, und 2300 Milliarden Franken, die das Ausland in der Schweiz hielt.

«Die Wechselkurse spielen dabei deshalb eine grosse Rolle, weil etwa vier Fünftel der Schweizer Vermögen im Ausland auf Fremdwährungen lauten, aber nur etwa zwei Fünftel der ausländischen Vermögen in der Schweiz», schreibt die Zeitung. Zu relativieren sei das Ganze allerdings dadurch, dass bei den Direktinvestitionen Buch- und nicht Marktwerte als Basis dienten, die Marktwerte jedoch steigen könnten.

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(tno)