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Starker Franken: Euro und Dollar im Aufwind

Fallen im Vergleich zu Euro und Dollar: Schweizer Franken (Bild: Keystone)

Die Wechselkurse von Euro und Dollar zum Schweizer Franken haben deutlich angezogen. Grund sind offenbar Hoffnungen auf ein schärferes Vorgehen gegen die Frankenstärke sowie auf einen Aufschwung an de

Veröffentlicht am 15.08.2011

Der Schweizer Franken hat sich am Morgen deutlich abgeschwächt. Der Euro notierte bei 1,1441 Franken nach 1,1031 Franken am Freitag. Der US-Dollar kostete 0,7940 Franken nach 0,7752 Franken am Freitagabend.

Händler begründeten die feste Tendenz des Euro mit der guten Stimmung am japanischen Aktienmarkt. Händler hegen die Hoffnung, dass die globalen Aktienmärkte ihren Erholungskurs am Montag fortsetzen, was dem Euro zugute kommen dürfte.

Am vergangenen Dienstag war der Euro auf ein historisches Niveau von 1,007 Franken gesunken. Der Dollar stand damals bei 0,7069 Franken.

Hintergrund der zuletzt schwächeren Tendenz sind Erwartungen, dass die Schweiz verschärft gegen ihre starke Währung vorgehen wird. Der Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, hatte vergangene Woche in einem Interview gesagt, dass sich die SNB vorstellen könne, den Franken vorübergehend an den Euro zu binden. Die «Sonntagszeitung» berichtete, es deute alles darauf hin, dass die SNB in den kommenden Tagen eine Untergrenze für den Euro-Franken-Kurs festlegen wird.

Blick auf Sarkozy und Merkel

«Wir setzen mittelfristig weiter auf eine Baisse des Franken», sagte dagegen Paul Robinson von Barclays Capital. «Wir stimmen der Schweizer Nationalbank zu, dass er massiv überteuert ist, aber wir erwarten nicht, dass die jüngste Aufwertung zum Euro in dieser Woche hält.»

Händler richteten ihre Hoffnungen auf Fortschritte bei der Lösung der europäischen Schuldenkrise durch die Beratungen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Dienstag.

«Das deutsch-französische Gipfeltreffen könnte uns das Gefühl geben, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen und das wäre eine positive Entwicklung», sagte Robert Rennie von der Westpac Bank in Sydney.

(tno/laf/sda)

Der Euro-Franken-Kurs

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