In der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) verdichten sich die Anzeichen für eine Trendwende. Nach zweieinhalb Jahren fast durchgängig sinkender Bestellungseingänge haben die Aufträge im dritten Quartal 2013 um 11,3 Prozent zugenommen.

Auch die Umsatzentwicklung sei mit plus 8,0 Prozent erfreulich, teilte der Branchenverband Swissmem mit. Ob dies nun die lang ersehnte Wende bedeute, werde sich erst in den kommenden Monaten zeigen, denn im Hauptabsatzmarkt Europa seien die Risiken nach wie vor erheblich.

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«Die Aufwärtsbewegung in der MEM-Industrie muss sich in den kommenden Monaten fortsetzen, damit man wirklich von einer Trendwende sprechen kann», wird Swissmem-Präsident Hans Hess zitiert.

Über die ersten neun Monate 2013 gesehen erreichen die Aufträge dank des starken dritten Quartals ein Wachstum von 1,8 Prozent. Die Umsätze liegen um 1,9 Prozent über der Vorjahresperiode. Die Güterexporte liegen noch um 0,1 Prozent im Minus. Der Rückgang hat sich aber von Quartal zu Quartal reduziert, sodass Swissmem für das Gesamtjahr ein leichtes Plus für möglich hält.

Einbussen in Asien

Bei den Ausfuhren in die EU scheint der Boden erreicht (-0,2 Prozent). Auf ihrem zweitwichtigsten Exportmarkt USA konnte die Schweizer MEM-Industrie die Ausfuhren von Januar bis September um 2,0 Prozent steigern. Demgegenüber sanken jene nach Asien um 1,3 Prozent.

Auch die Produktekategorien entwickelten sich unterschiedlich: Währen die Ausfuhren im Maschinenbau um 2,0 Prozent, bei den Metallen um 0,8 Prozent sowie in der Elektrotechnik/Elektronik um 0,7 Prozent zurückgingen, erreichten die Präzisionsinstrumente ein Exportwachstum von 3,8 Prozent.

Die Firmen der MEM-Industrie blicken laut Swissmem-Umfrage eher optimistisch in die nahe Zukunft. 40,5 Prozent der Unternehmer erwarten demnach in den kommenden zwölf Monaten steigende Auftragseingänge aus dem Ausland, wobei KMU im Vergleich zu den Grossunternehmen sogar positivere Erwartungen haben.

Mit Zuwächsen rechnen die Betriebe vor allem aus Deutschland, China und Nordamerika. Lediglich 16,3 Prozent der Unternehmen gehen von sinkenden Bestellungen aus. Verbandspräsident Hess spricht insgesamt von ermutigenden Zahlen.

(awp/vst/aho)