Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bekräftigt ihre Geldpolitik und hält am Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro fest. Die SNB stehe bereit, den Mindestkurs wenn nötig durch den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchzusetzen und bei Bedarf weitere Massnahmen zu ergreifen. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird bei 0 bis 0,25 Prozent belassen.

Der Zinsentscheid war in dieser Form erwartet worden.

Der Franken sei nach wie vor hoch bewertet, teilten die Währungshüter am Donnerstag mit. Bei einem Dreimonats-Libor nahe Null bleibe der Mindestkurs das angemessene Instrument, um eine unerwünschte Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen zu verhindern, falls der Aufwertungsdruck auf den Franken wieder zunehmen sollte.

Mittelfristig verringerter Teuerungsdruck

Die bedingte Inflationsprognose zeigt einen mittelfristig verringerten Teuerungsdruck, kurzfristig aber einen etwas höheren. Für 2014 wird neu eine Jahresteuerung von 0,1 Prozent vorausgesagt, die Märzprognose lag bei +0,0 Prozent. Für 2015 prognostiziert die SNB eine etwas geringere Jahresteuerung von +0,3 Prozent (alt: +0,4 Prozent), für 2016 sind es +0,9 (1,0 Prozent) sein, dies jeweils bei unveränderter Geldpolitik.

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Die Prognose der SNB für das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) im Jahr 2014 lautet unverändert auf «rund 2 Prozent». Die globale Erholung bleibe zögerlich, heisst es dazu. Und die Abwärtsrisiken blieben erheblich. Eine schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft würde auch das Wachstum in der Schweiz beeinträchtigen, so die SNB.

Bezüglich der Lage am Hypothekar- und Immobilienmarkt heisst es: Auch wenn sich die Dynamik leicht abgeschwächt habe, liessen sich bisher keine Anzeichen für eine nachhaltige Beruhigung feststellen. Die SNB beobachte die Entwicklung aufmerksam und prüfe regelmässig, ob der antizyklische Kapitalpuffer angepasst werden solle.

(awp/vst/sim)