Der starke Franken treibt Schweizer Hoteliers und Bergbahn-Betreibern zum Start der Wintersaison die Sorgenfalten auf die Stirn. Vor allem europäischen Gästen ist der Urlaub in den hiesigen Skigebieten zu teuer – allen voran den Deutschen. Und setzt sich der Trend der vergangenen fünf Jahre fort, kommen in diesem Jahr erstmals mehr asiatische Touristen in die Schweiz als deutsche.

Das geht aus den offiziellen Zahlen des Bundesamts für Statistik hervor, die das Statistikportal Statista für handelszeitung.ch grafisch aufbereitet hat. Demnach entfielen im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Logiernächte auf Touristen aus der Bundesrepublik. Zum Vergleich: 2009 waren es noch gut 6 Millionen. Hält der Trend der vergangenen fünf Jahre an, werden die Deutschen 2015 nur noch rund 4 Millionen Logiernächte buchen.

Logiernächte asiatischer Touristen verdoppelt

Demgegenüber boomt seit Jahren das Geschäft mit den Gästen aus Asien. Das spiegelt sich in den offiziellen Zahlen: In der vergangenen Dekade hat sich die Zahl der Logiernächte aus Asien – vor allem durch Besucher aus China und den Golfstaaten – bis 2014 auf vier Millionen verdoppelt. In den vergangenen fünf Jahren wuchs die Zahl um durchschnittlich rund 10 Prozent pro Jahr. Mit einem ähnlichen Plus 2015 werden nun erstmals mehr Touristen aus Asien als aus Deutschland in die Schweiz kommen.

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(Mathias Brandt, statista/moh)