Die aktuellen Lohnverhandlungen werden von den unsicheren Konjunkturaussichten belastet, trotzdem scheinen Lohnanpassungen gegen unten kein Thema zu sein - im Gegenteil. «Eine repräsentative Umfrage unter den Personalchefs der Schweizer Unternehmen zeigt, dass die Nominallöhne im Schnitt um 1,2 Prozent, die Reallöhne um 0,69 Prozent steigen», schreibt «Der Sonntag».

Die stärksten Erhöhungen gäbe es für Angestellte von Transport- und Telekommunikationsfirmen, Lehrer und das Gesundheitspersonal, so der Bericht weiter. Auch im Sozialwesen, bei Banken und Versicherungen seien überdurchschnittliche Lohnerhöhungen geplant.

Während Lohnsenkungen die Ausnahme blieben, planten gemäss dem «Sonntag» 27 Prozent der Firmen eine Nullrunde. Hier stünden an vorderster Front die Industrie, das Gewerbe, die Informatikbranche und die Unternehmensdienstleister.

Dagegen kämen Bonusjäger 2012 nicht auf ihre Kosten: «Wegen der Frankenstärke haben 10 Prozent der Firmen eine Bonussenkung bereits beschlossen», heisst es, «und 19 Prozent der Unternehmen überlegen sich das noch.»

Um 2 oder mehr Prozent werde gemäss Umfrage die Lohnsumme in der Reinigungsindustrie, im Elektroinstallationsgewerbe sowie im Holz- und Metallbau steigen - zudem nennen auf Unternehmsebene Holcim (+2,5 Prozent plus Erhöhung der Mindestlöhne) sowie Swisscom (+2,4 Prozent) konkrete Zahlen.

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(vst)